Gedankenregulierung im Zusammenhang mit Resilienz
Wenn man in einer Gedankenspirale gefangen ist und die Gedanken einen nicht mehr loslassen, kann das sehr belastend sein. Wenn ein Gedanke nach dem nächsten kommt, sage ich dazu Gedanken Tsunami.

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Paulo, der Türsteher der Gedanken
Sich mitten in einem Gedanken Tsunami zu befinden, ist weder zielführend noch beruhigend. Im Gegenteil. Das kann einem den Schlaf und den letzten Nerv rauben.
Gedanken spielen eine sehr große Rolle im Leben eines Menschen.
Ein anonymer Autor hat einmal geschrieben: Das, worauf man die Gedanken richtet, hat die Tendenz, im Leben Wirklichkeit zu werden.
Das ist ein sehr kraftvolles Zitat, das ich vor vielen Jahren einmal gelesen habe.
Ich halte es für sehr wichtig, die Gedanken zu regulieren. Das gelingt nicht immer, weil wir Menschen sind. Gedanken lassen sich nicht einfach wegdrücken und das ist auch nicht sinnvoll. Sie sind wichtig, um zu schauen, was bei einem los ist. Gedanken haben ihre Berechtigung und brauchen Beachtung. Aber eben nicht immer. Und auch nicht alle.
Es gibt Tage oder Situationen im Leben, in denen einen die Gedanken nicht mehr loslassen.
Das sind Momente, in denen es mir geholfen hat, mir bewusst zu machen, dass es nicht immer gut ist, jeden Gedanken weiterzudenken.
Je mehr Aufmerksamkeit Gedanken bekommen, desto größer werden sie. Das ist wie mit dem Sorgen machen.
Je mehr Sorgen ich mir mache, desto größer werden sie, weil ich meine gesamte Aufmerksamkeit auf meine Gedanken und meine Sorgen richte.
In meiner Gedankenwelt hatte ich irgendwann einen Türsteher für Gedanken im Sinn. Ich hatte ein Bild vor meinen Augen, bei dem eine Figur andere Menschen dabei unterstützt, sich besser vorzustellen, dass Gedanken auch weiterziehen können.
Für meine Workshops wollte ich eine Figur haben, mit der ich an diesem Thema arbeiten kann. Weil wir Menschen gut mit Bildern arbeiten, habe ich mir eine Figur vorgestellt, die man sich immer wieder ins Gedächtnis rufen kann.
So kam es, dass ich auf die Künstlerin Lisa Engel zugegangen bin. Ich habe mit ihr besprochen, worauf ich Wert lege und wie diese Figur aussehen soll. Mir war wichtig, dass sie liebenswert ist, keine Angstgefühle erzeugt, etwas Beschützendes ausstrahlt und eine Figur ist, die man gerne anschaut und an die man sich gerne erinnert. Außerdem war mir wichtig, dass die Figur sowohl für Kinder als auch für Erwachsene passt und eine friedliche Durchsetzungsstärke ausstrahlt.
In dieser Zusammenarbeit ist der Türsteher der Gedanken entstanden, den ich Paulo genannt habe.
Lisa hat eine wunderbare Figur erschaffen, die meine Vorstellungen übertroffen hat. Dafür bin ich ihr sehr dankbar.
Paulo ist mein Begleiter in meinen Workshops für Resilienz. Er kann Gedanken nicht wegschicken oder abweisen. Aber er kann dabei unterstützen, sich bewusst zu machen, dass nicht alle Gedanken, die anklopfen, sofort Aufmerksamkeit bekommen müssen. Gedanken dürfen auch mal weiterziehen.
Mehr zum Thema Gedankenregulierung gibt es in meinen Workshops.


